Ratgeber für Betriebe

Was muss auf die Website eines Handwerksbetriebs?

Zwölf Punkte zum Selbstprüfen, in fünf Minuten.

Stand: November 2026Von Philipp Weber

Kurz gesagt

Auf die Website eines Handwerksbetriebs gehören vor allem drei Dinge, und zwar im ersten Bildschirm auf dem Handy: was du machst und wo, ein Grund, dir zu vertrauen, und ein Knopf zum Anrufen. Dazu kommen deine Leistungen einzeln, dein Einsatzgebiet mit Ortsnamen, Fotos deiner Arbeit, saubere Technik sowie Impressum und Datenschutz.

Im ersten Bildschirm auf dem Handy

  1. Gewerk und Ort in der Überschrift. „Maler in Kiel“ statt „Herzlich willkommen“. In meiner Prüfung schafften das nur 8 von 35 Seiten.
  2. Ein Knopf oder eine Nummer zum Antippen. Frei sichtbar, nicht im Menü versteckt. Das hatten nur 5 von 35.
  3. Kein Cookie-Fenster, das alles sperrt. Bei 15 von 35 Seiten sah der Kunde zuerst nur das. Was rechtlich nötig ist, hängt vom Einzelfall ab, aber ein schmaler Hinweis verdeckt deutlich weniger.
  4. Ein echtes Foto. Du, dein Team oder deine Arbeit. Keine Bilder aus der Datenbank.

Damit man dir vertraut

  1. Echte Kundenstimmen oder Bewertungen. Weit oben. Das hatten nur 3 von 35.
  2. Belege, die stimmen. Meisterbetrieb, Innung, Jahre am Markt. Wer seit Jahrzehnten dabei ist, sollte das nicht verstecken.
  3. Fotos abgeschlossener Arbeiten. Am besten vorher und nachher.

Damit man findet, was man sucht

  1. Deine Leistungen einzeln. Wichtige Leistungen mit eigener Unterseite. Nur was du wirklich anbietest.
  2. Dein Einsatzgebiet mit Ortsnamen. Das hilft Kunden und Suchmaschinen.
  3. Ein klarer nächster Schritt am Ende jedes Abschnitts. Anrufen, schreiben oder Termin buchen.

Technik und Recht

  1. Saubere Grundlagen. Eigener Seitentitel, eine Beschreibung, genau eine Hauptüberschrift, kurze Ladezeit, HTTPS. In meiner Prüfung fehlte bei 8 von 35 Seiten die Hauptüberschrift und bei 8 von 35 die Beschreibung.
  2. Impressum und Datenschutz. Als eigene Seiten, von jeder Seite aus erreichbar. Was genau drinstehen muss, klärst du am besten mit deinem Anwalt.

So prüfst du deine Seite in 5 Minuten

Nimm dein Handy, öffne ein privates Browserfenster und ruf deine Seite auf. Geh die zwölf Punkte der Reihe nach durch. Fehlen dir zwei oder mehr der ersten vier, verschenkst du wahrscheinlich Anrufe.

So baue ich Websites für Handwerker

Häufige Fragen zur Handwerker-Website

Wie viele Unterseiten braucht ein Handwerksbetrieb?

Das hängt von deinen Leistungen ab. Eine feste Zahl gibt es nicht. Faustregel: Eine eigene Unterseite lohnt sich für jede Leistung, nach der Kunden gezielt suchen.

Sollten Preise auf die Website?

Bei festen Standardarbeiten kann das helfen. Bei individuellen Aufträgen reicht es oft, den Weg zum Preis zu erklären: Besichtigung, Angebot, klare Summe.

Reicht eine Seite bei einem Baukasten?

Wenn sie die zwölf Punkte erfüllt, ja. Es kommt nicht auf das Werkzeug an, sondern darauf, ob ein Kunde in wenigen Sekunden weiß, woran er ist. Fehlt dir dafür die Zeit, übernehme ich das.

Keine Zeit für zwölf Punkte?
Ich gehe sie mit dir durch.

15 Minuten am Telefon, kostenlos. Du nimmst die eine Änderung mit, die am meisten bringt.

Kostenloses Erstgespräch buchen